Bionade – Zaubertrank aus der Rhön“ lautete die Überschrift eines Artikels im Manager Magazin im Oktober 2003. Da ging die Erfolgsgeschichte der Biolimonade gerade richtig los. Bis zum Sommer 2008 trübte kein Stäubchen den Glanz. Der Bionade-Geschäftsführer Peter Kowalsky war damals der wohl am häufigsten interviewte Manager eines deutschen Unternehmens und erhielt 2007 die Auszeichnung „Ökomanager des Jahres“. Mit einem Schriftzug aus 6600 Bionade-Kästen bedankte sich Bionade 2008 bei den Hamburgern, in deren Szenekneipen das Getränk seinen Siegeszug begonnen hatte (siehe oben).

Seit zwei Jahren aber pfeift den Bionade-Machern ein kalter Wind um die Ohren. Die drastische Preiserhöhung um 33 Prozent Mitte 2008 ließ den Absatz einbrechen. Seit Oktober 2009 gehört Bionade zum großen Oetker-Konzern, was bei einigen treuen Fans der Marke auch nicht gut ankam. Für Peter Kowalsky war es ein notwendiger Schritt auf dem Weg zu mehr Wachstum. Seine Begründung: „Radeberger [Getränkesparte von Oetker] ist nicht Bionade – da sitzen richtige Manager.“

Sehr umfassend wird die Bionade-Erfolgsstory bis Mitte 2008 im Buch „Bionade – eine Limo erobert die Welt“ von Bettina Weiguny nachgezeichnet (auch in der Bibliothek der Hochschule Ulm erhältlich, Signatur 061.5 Wei). Der aktuelle Stand der Bionade-Entwicklung wird im Artikel „Jetzt sind wir quitte“ diskutiert, erschienen in der Februar-Ausgabe 2010 des Magazins „brand eins“ und hier online als pdf verfügbar.