Sieht auf den ersten Blick wie ein Reiseführer Kalifornien aus, ist aber ein BWL-Lehrbuch.

Nach dem Motto „Ich habe eigentlich schon alles gesagt, nur noch nicht so ausführlich“ [→ Anm. 1] habe ich ein zweites BWL-Lehrbuch geschrieben. Jetzt ist „Einführung in die Betriebswirtschaftslehre“ erschienen. Beim Wiley-Verlag scheint man an die Wirkung preispsychologischer Tricks zu glauben. Die literarische Rundreise durch’s BWL-Land gibt’s für 19,99 Euro im Buchhandel. Im Glauben an die positiven Effekte einer gehobenen Positionierung hätte ich 20,- € vorgezogen. Sei’s drum, es gibt auch andere BWL-Bücher, die für „krumme“ 19,99 Euro angeboten werden.

Ein echtes Alleinstellungs­merkmal ist das Titelbild. Wer hat schon ein so schönes Foto der Golden Gate Bridge auf dem Cover seines BWL-Buches? Niemand, jawoll! Familien­intern hat das stimmungs­volle Bild kurz für Verwir­rung gesorgt. „Ich wusste gar nicht, dass Du auch Reise­führer schreibst“, war mein Sohn Niklas überrascht, als ich ihm stolz ein druck­frisches Exemplar unter die Nase hielt.

„Einführung in die BWL“ darf von außen gerne einem Reise­führer ähneln. Das Buch vermittelt den Lese­rinnen und Lesern – hoffent­lich – einen umfassen­den Eindruck von den zahlreichen Facetten des Wissens­gebietes BWL. Gleich­zeitig dürfen Tipps nicht fehlen, auf welche „Sehens­würdig­keiten“ man bei einem Kurztrip das Interesse konzentrieren sollte. Wer einen Reiseführer schreibt, sollte seine Leser­schaft nicht lang­weilen. Machen Sie sich selbst ein Bild, ob mir das im ersten Kapitel gelungen ist:

Was (außer dem Cover) ist anders als beim kompakten → „Schnell­kurs BWL“ von 2015? Das neue Buch bietet dop­pelt soviel Inhalt. Die beiden Teil­gebiete Finan­zierung und Finanz­planung sowie Unter­nehmens­verbin­dungen wurden zu eigen­stän­digen Kapi­teln aufgewertet. Die Grob­gliederung ist erneut vier­teilig: I Basis­wissen über Betriebe und Unter­nehmen • II Management­aufgaben • III Betrieb­liche Kern­funktionen • IV Rechnungs­wesen und Finanz­wirtschaft. In den 15 Kapiteln mit insge­samt 68 Abschnitten ließen sich viele Aspekte disku­tieren, die im kom­pakten Schnell­kurs nur als Stich­worte auftauchen. Internationali­sierungs­strategien, Compliance-Anforde­rungen, geschach­telte Rechts­formen und die flexible Plan­kosten­rechnung sind nur vier Beispiele. In „Einfüh­rung in die BWL“ war auch Platz für Exkurse und kleine Fall­studien. Diese Abschnitte runden die Inhalte des Haupt­textes ab, können aber von eiligen Lesern über­sprungen werden. Mir gefällt, dass wegen des größeren Formats (17 cm x 24,2 cm statt 15,1 x 21,1) die rund 160 Grafi­ken viel besser lesbar sind.