„Tell us about the early days, Jimmy, äh Steffen.“

„The Commitments“ (1991) zählt zu meinen Lieblingsfilmen. Jimmy Rabbitte, der Manager der Dubliner Soulband, führt gelegentlich Interviews mit einem fiktiven Gesprächspartner namens Terry.

Terry: Also, Steffen, wie kam es zu Deinem Buchprojekt?

SW: Im November 2013 fand ich in meinem Posteingang eine Anfrage. Der Wiley-Verlag war für das BWL-Buch in der neuen „Schnellkurs“-Reihe auf der Suche nach einem Autor. Für so ein Schnellkurs-Buch, hieß es in der Mail, gelte die Faustregel: Mehr Breite als Tiefe. Zur Tätigkeit eines BWL-Profs an einer technischen Hochschule passt dieses Motto ziemlich gut. Ich machte also einen Gliederungsentwurf und hielt bald einen Autorenvertrag in Händen. Liefertermin für den Entwurf: 15. Dezember 2014.

Also keine Zeit zu trödeln, oder?

Stimmt genau. Allerdings habe ich das erst im Sommer 2014 so richtig begriffen. Deshalb habe ich an den fehlenden Kapiteln in einem sogenannten Isolator gearbeitet.

Was ist ein Isolator?

Der Isolator wurde 1925 von Hugo Gernsback entwickelt. Das ist ein großer Helm, der den Kopf eines Menschen vollständig umschließt. Die Versorgung mit Sauerstoff funktioniert wie bei einer Tauchausrüstung. Störende Umwelteinflüsse werden so vom Geistesarbeiter ferngehalten. „Outside noises being eliminated, the worker can concentrate with ease upon the subject at hand“, fasste Gernback die positive Wirkung seiner Erfindung zusammen [das große Bild oben zeigt einen Isolator im Einsatz, Anm. d. Red.]

In der Endphase hattest Du also keine Außenkontakte mehr, Steffen?

Doch, doch. Ab und zu habe ich die Isolationshaube natürlich abgesetzt. Zum Beispiel zum Telefonieren mit meinen fünf Testlesern. Wertvolle Hinweise zum Inhalt kamen von Anja, zwei Alexanders, Christoph und Daniel. Vielen Dank!

In diesem Posting habe ich ein paar zutreffende Informationen zu meinem „Schnellkurs BWL“ mit ein paar fast zutreffenden gemischt.
Es gibt auch eine total ernstgemeinte Seite zum Buch. In diese legendenfreie Zone gelangen Sie mit einem Klick auf das Cover links oder das Schild rechts. Dort zu finden sind z. B. ein paar echte Kommentare von Zeitgenossen, die mir versichert haben, das Buch gelesen zu haben.

Das Buch ist seit ein paar Wochen auf dem Markt. Wie waren die ersten Leserreaktionen?

Die Reaktionen der Leser beurteile ich mithilfe des bewährten schwäbischen Grundsatzes „it gschimpft isch globt gnug“. Zu Deiner Frage, Terry: absolut überwältigend.

„Die Breite an der Spitze ist dichter geworden.“

Berti Sammer
(Sportmanager) über den Markt für BWL-Lehrbücher

„Der Skoda auf dem Lehrbuchmarkt:
preisattraktiv, clever und kompakt“

Prof. Dr. Michaela Porter
Strategieguru

„Mein Lieblingsbuch – außer
»Grundzüge der Strömunglehre«“

Timo K.
Student MB11

„Ich achte immer auf lebensfrohe und prächtige Farben. ‚Schnellkurs BWL‘ hat ein tolles Cover.“

Haaarald G.
Trendsetter

Letzte Frage: Im Moment [Sonntag, 10. Mai 2015, 20 Uhr, Anm. d. Red.] belegt „Schnellkurs BWL“ Rang 217.239 der Amazon-Bestsellerliste. Geht da noch was?

Gute Frage, Terry. Ich antworte mal optimistisch mit einer Weisheit von Mehmet Scholl: Die schönsten Tore sind diejenigen, bei denen der Ball schön flach oben reingeht.

Vielen Dank für das Gespräch.

Tagtraum in Büro A 102