Bis zum 7. Mai kann man sich in Ulm „Die Grönholm-Methode“ (links) live anschauen. Die Science Busters aus Österreich (rechts) gibt’s auch auf Youtube (Fotos: Jochen Klenk, gebhardt-productions.at).

Auf dem Spielplan des Theaters Ulm steht momentan ein Stück, in dem es um den Auswahlprozess für einen Top-Management-Posten geht: die Grönholm-Methode. Der fiktive Möbelkonzern Dekia sucht für die Firmenspitze „ein Arschloch, das nach außen ein guter Mensch ist“. Nicht zu verwechseln mit „einem guten Menschen, der nach außen ein Arschloch ist“.

Vier Bewerber – eine Frau und drei Männer – treffen in einem Raum zusammen. Scheinbar ist gar kein Unternehmensvertreter anwesend. Immer wieder öffnet sich in der Wand eine Schublade und liefert Briefe mit ungewöhnlichen Aufgaben. Der Konkurrenzkampf kann beginnen. Wer den Raum verlässt, hat verloren.

Jörg-Heinrich Benthien, Gunther Nickles, Wilhelm Schlotterer und Tini Prüfert spielen ihre Rollen nicht im Theater, sondern im Erdgeschoss des neuen K3-Gebäudes der SWU. Die „Bühne“ besteht aus einem großen Tisch und einer Sitzecke in der Mitte des Raums. 100 Zuschauer sitzen in zwei Stuhlreihen rundherum und sind ganz dicht dran am Geschehen.

Studierende zahlen 9 Euro für ein ermäßigtes Ticket. Dafür gibt’s kurzweilige 90 Minuten. Noch sieben Aufführungen stehen auf dem Terminplan:

Mittwoch, 25. März 2015 | Samstag, 28. März 2015 | Donnerstag, 2. April 2015 | Freitag, 17. April 2015 | Freitag, 24. April 2015 | Mittwoch, 29. April 2015 | Donnerstag, 7. Mai 2015 | Beginn: jeweils um 19:30 Uhr | SWU Gebäude K3

Drei weitere Bühnentalente habe ich vor ein paar Wochen zufällig beim spätabendlichen Fernsehschauen auf ORF entdeckt: die Science Busters aus Österreich. Die „schärfste Scienceboygroup der Milchstraße“ besteht aus zwei Physikern und einem Kabarettisten. Heinz Oberhummer war Professor für Theoretische Physik an der Technischen Universität Wien. Sein experimentalphysikalischer Bühnenpartner ist Werner Gruber. Er trägt den schönen Titel Universitätslektor, ist Leiter der astronomischen Einrichtungen der Wiener Volkshochschulen und sagt: „Physik ist besser als Sex“ (→ kurier.at). Als „MC“ (= Master of Ceremonies) führt Studienabbrecher und Komödiant Martin Puntigam durch die populärwissenschaftliche Programme – immer in augenfreundlichen Trikots.

Die Science Busters gibt es seit 2007. Beim Googeln findet man jede Menge Infos über die drei begnadeten Wissensvermittler. Ihre halbstündigen TV-Wissenschaftsshows sind auf DVD erhältlich und auch auf Youtube zu sehen. Sehr, sehr lustig und immer hochinformativ. Die nachfolgenden Links führen zu zwei Videos, der zweite direkt zum Abschnitt „Falten und Kleben“. Da erläutert Heinz Oberhummer, wie oft man ein Blatt Papier falten muss, damit es von der Erde zum Mond reicht. Theoretisch.

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