Auf dem Ulmer Hoehenweg hat man tolle Aussichten, z. B. in Richtung Münster.

Im kommenden Wintersemester findet meine Vorlesung Organisation & Führung (→ zur OuF-Seite) am Hochschulstandort Oberer Eselsberg (OE) statt. Die Stadt Ulm hat netterweise eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung für mich ausgeschildert – den Ulmer Höhenweg. Der 11,8 km lange Weg verbindet das Böfinger Wohngebiet „Lehle“, wo ich wohne, genauer die Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1, mit der Hochschule auf dem Eselsberg.

Auf einer www-Seite der Stadt Ulm lässt sich die Wegbeschreibung als pdf-Datei downloaden. Dargestellt ist auch ein Höhenprofil. Wer von Böfingen (540 m) auf den Eselsberg (600 m) marschiert, muss mehrere kleine Steigungen hoch, insgesamt ca. 200 Höhenmeter. Umgekehrt geht’s häufiger bergab als bergauf, deshalb habe ich den Weg gestern in dieser Richtung getestet, als Heimweg. Der Prospekt der Stadt verspricht nicht zu viel. Vom Esels-, Michels- und Safranberg sowie vom sogenannten Braunland hat man eine tolle Sicht auf die Stadt. Bei noch klareren Sichtverhältnissen auch bis zu den Alpen. Einen ordentlichen Teil der Strecke bilden Spazier- und Waldwege. Ab und an hat der Wanderer (Spaziergänger?) Asphalt unter den Sohlen, nur ein ganz kurzes Stück (50 m) verläuft entlang einer gut befahrenen Straße (Heidenheimer Str.). Die Beschilderung ist hervorragend.

Zwischen 1842 und 1859 wurde die sogenannte Bundesfestung Ulm mit zahlreichen Festungen und Forts errichtet. Unvermeidlich, dass der Ulmer Höhenweg an mehreren Festungsbauten vorbeiführt. Vor der Wilhelmsburg, wo im Zwei-Jahres-Rhythmus die Open-Air-Vorstellungen des Ulmer Theaters stattfinden, warten auf die Geschichtsinteressierten unter den Höhenwanderern mehrere Infotafeln. Unterhalb der Wilhelmsburg führt der Ulmer Höhenweg durch den großen Hauptfriedhof (sehr schönes Wegstück). Hier ist Fahrradfahren natürlich verboten. Es gibt auf dem Weg auch zwei Treppen, wenn ich richtig gezählt habe (Graben der Wilhelmsburg, am Safranberg). Wenn ich zur Arbeit auf dem Eselsberg mal mit dem Rad fahren möchte, werde ich also eine andere Route nehmen.

Hier noch ein praktischer Tipp. In puncto Gastronomie ist auf den knapp 12 Kilometern nicht viel los. Auf der Wegekarte der Stadt sind zwei Gaststätten vermerkt. Nur das Ristorante Panorama zwischen Böfingen und Safranberg liegt in unmittelbarer Nähe des Höhenwegs. Zum Glück gibt es am Michelsberg an der Ecke Prittwitzstraße-Eythstraße eine Filiale einer Bäckerei-Kette. Der hat wegen den Kliniken in der Nachbarschaft sogar sonntags von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet (aktuelle Öffnungszeiten auf der Seite → „Filialen / Standorte“ der Staib-Bäckerei unter „Höhenblick“).

Auf ulm.de ist zum Höhenweg auch eine kmz-Datei zu finden. Die kann man mit Google Earth öffnen. In der Datei eingetragen sind auch die Geodaten der Nebenroute Nord, die zwischen Botanischem Garten und dem Braunland eine Alternative zur Hauptroute Süd bietet. Apropos Alternativroute. Um das Böfinger Schlössle führt ein sehr schöner Pfad. Damit wird die Gesamtstrecke um ca. 400 Meter länger. In der hier verlinkten kmz-Datei habe ich diese Möglichkeit ergänzt.

zur KMZ-Datei mit dem Ulmer Höhenweg für Google Earth,
inklusive Alternative am Böfinger Schlössle (grün) und den drei Hochschulstandorten